Kennzeichen:
Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. Die Haut der Fledermausflügel ist, anders als die Flügel der Vögel, Luft undurchlässig.
Daher rührt der gaukelnde Flug mit zum Teil abrupten Flugmanövern. Besonders charakteristisch sind bei Fledermäusen der Ohren- und der Nasenbereich. Diese Organe dienen zum Empfang der
ausgesendeten und von Beutetieren reflektierten Ultraschallwellen. Die Ortungs- und Jagdrufe sind für uns nicht hörbar. Allerdings stoßen die Fledermäuse in Quartieren mit vielen Tieren
Soziallaute aus, die im hörbaren Bereich liegen.
Lebensweise:
Alle heimischen Fledermäuse ernähren sich ausschließlich von Insekten, Spinnen und anderen wirbellosen Tieren. Die Fledermäuse Europas halten allesamt
Winterschlaf, da sie in dieser Zeit keine Nahrung finden können. Die Winterquartiere liegen zumeist in unterirdischen Höhlen, Stollen, Bunkern und Baumhöhlen. Bei der Überwinterung und auch bei
längeren Kälteperioden im Sommer und Frühjahr senken Fledermäuse ihre Körpertemperatur stark ab. Bei milden Wintertemperaturen kann der Winterschlaf nur wenige Wochen andauern. Nach dem Aufwachen
im Frühjahr machen sich die Tiere auf den Weg in ihre Sommerlebensräume. Die meisten Fledermausarten leben tagsüber in großen Gemeinschaftquartieren, von denen aus sich eine Kolonie zur Jagd
abends über ein ganzes Dorf und nahe Wiesen und Wälder verteilt. Im Frühjahr ab April/Mai sammeln sich trächtige Weibchen zu Kolonien, in denen sie je ein oder zwei Junge zur Welt bringen. Die so
genannten Wochenstuben liegen je nach Arten auf Dachböden, in Viehställen, Baumhöhlen und Gebäuderitzen. Meist halten sich die Männchen einzeln oder in Kleingruppen in der Nähe auf.
Gefährdung:
Die Vorkommen der europäischen Fledermäuse sind seit einigen Jahren stark rückläufig. Dies liegt an der Abnahme des Nahrungsangebots, vor allem an Insekten, an
Schadstoffbelastungen der Beutetiere, und an der Abnahme der Winterquartiere, Wochenstuben und Tagesruheplätzen. Aus diesem Grund sind alle europäischen Fledermausarten geschützt.
Fledermäuse sind stark gefährdet. Um sie wirkungsvoll schützen zu können, ist es sehr wichtig ihre Verstecke, die so genannten Quartiere, zu kennen.
Welche Angaben benötigen wir?
Beobachtungsort
Wo wurden die Fledermäuse beoabachtet? Gemeinde, Ortsteil, Straße, Hausnummer.
Datum und Tageszeit, denn diese gibt Rückschlüsse auf die
Art.
Wie wurden die Tiere beobachtet?
Fliegend oder in ihrem Quartier.
Wie sieht die Umgebung aus?
z.B. Siedlung, Wald, Waldrand, Wasser
Wie sieht der Fundort aus?
z.B. in Baumhöhlen, in Gebäuderitzen, auf Dachböden
Wer hat die Tiere gesehen?
Meldungen bitte an die
NABU-Naturschutzstation
Haus Wildenrath
Naturparkweg 2
41844 Wegberg
Tel. 02432-902741