Projekt Laubfrosch

Der Laubfrosch ist unser kleinstes Amphibium (oder Lurch, wie man früher sagte). Einstmals als Wetterfrosch populär, wenn auch erwiesenermaßen nicht korrekt, haben ihn die meisten Menschen noch nie frei lebend gesehen. Bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts war er im Kreis Heinsberg weit verbreitet, v.a. in den Niederungen der Flüsse und Bäche. Durch das Zuschütten von Kleingewässern und Begradigungen, verbunden mit Grundwasserabsenkungen und Drainage ehemaliger Auen, ging die Zahl seiner Laichgewässer extrem zurück, so dass der Laubfrosch derzeit im Kreis Heinsberg verschollen ist. Glücklicherweise konnten sich in den Niederlanden Vorkommen erhalten, die nun im Westen des Kreises einwandern.

Für die Wiederansiedlung und zum Schutz des Laubfroschs im Kreis Heinsberg hat die NABU-Naturschutzstation im Jahr 2003 20 Laichgewässer für den Laubfrosch angelegt. Sie arbeitet dabei im Projekt "Ein König sucht sein Reich" von NABU NRW und LÖBF NRW (Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten) mit, das sich den langfristigen Erhalt des Laubfroschs in Nordrhein-Westfalen und die Vergrößerung seines Verbreitungsgebiets zum Ziel gesetzt hat.

Unser langfristiges Ziel im Kreis Heinsberg ist eine Vernetzung von Feuchtgebieten und Laichgewässern im Raum Selfkant, Teverener Heide, Wurm und Rur als Grundlage einer kreisweiten Ausbreitung des ehemaligen Wetterfroschs und der Anschluss an Vorkommen im Dürener und Bonner Raum.

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