Stationssitz

Haus Wildenrath Haus Wildenrath

Zum Jahreswechsel 2002/2003 hat der NABU Haus Wildenrath von der Eigentümerin, der Stadt Wegberg, in Erbpacht für 50 Jahre übernommen. Damit ist der Weg frei für den Umbau der Anlage zum Sitz der NABU-Naturschutzstation. In einem Anbau werden Büros für die Mitarbeiter eingerichtet und ein naheliegender Acker wird zu einem NaturErlebnisGelände umgestaltet. Damit wird die Umweltbildung als ursprüngliches Ziel des Aufbaus von Haus Wildenrath und des Naturparks Haus Wildenrath in den 60er und 70er Jahren noch besser möglich.

Durch die Vermietung des Wohnhauses und die ehrenamtliche Betreuung der Landwirtschaft durch die Bewohner wurde es überhaupt erst möglich, die mit der Übernahme verbundenen Risiken einzugehen und den landwirtschaftlichen Betrieb aufrecht zu erhalten und auszubauen.

Haus Wildenrath ist ein 300 Jahre alter fränkischer Hof, der in Wegberg-Wildenrath malerisch inmitten eines Naturschutz- und FFH-Gebietes liegt.

Luftbild Haus Wildenrath um 1980
Bildautor unbekannt 

Das Besondere der Gebietes ist seine große Zahl unterschiedlichster Bodenverhältnisse wie magere Braunerden, Torfe und Sande. Dadurch finden sich hier ganz verschiedene Lebensräume wie Niedermoor, Buchenhochwald, Tonabgrabungen und Erlenbruchwälder.

Niedermoor gegenüber des Hofeingangs
Nachfolgende Fotos: Michael Straube

Bei der Einrichtung des Naturlehrparks Haus Wildenrath Anfang der 70er Jahre wurde anstelle einer alten Scheune dieses Veranstaltungsgebäude errichtet. Es eignet sich für wissenschaftliche Kurse und Schulklassen gleichermaßen.

Neben dem Hof, der eine kleine Motte (Erhebung) im Niedermoor darstellt, liegt dieser alte Fischweiher, der ebenfalls bei der Einrichtung des Lehrparks wieder hergerichtet wurde.

Zum denkmalgeschützten Hof gehören neben dem Bodendenkmal eine alte Scheune und das schicke Wohnhaus, das noch bewohnt wird.

Ein Ziegenstall vervollständigt das Ensemble der Anlage. Hier werden Ziegen und Schafe, Hühner und Gänse gehalten wie vor 100 Jahren.

Die ersten neuen Tiere sind inzwischen eingezogen. Zunächst kamen die Hühner, Niederrheiner, eine typische Rasse vom Niederrhein. Schön, pflegeleicht und unglaublich frech. Ende Mai wurde bereits der erste Nachwuchs gesichtet.

Dann kam der Star des Hofes: Dark, ein junger Großspitz. Der Spitz war früher der typische Hofhund. Inzwischen ist er mangels Zucht vom Aussterben bedroht und daher Haustier des Jahres 2003.

Mit unseren Glan-Rindern kam im April die zweite bedrohte Haustierrasse auf den Hof. Neben zwei Kühen, einer Färse (Kuh, die noch nicht gekalbt hat) und zwei Kälbern ist derzeit noch ein Bulle dieser Rasse zu sehen.

Im August 2005 kamen noch zwei weitere Bewohner hinzu: die Esel Paula und Pedro. 

Das Ensemble unserer Nutztierrassen komplettieren jetzt auch Moorschnucken, eine kleine, hornlose Schafrasse, die gut geeignet zur Pflege unserer empfindlichen feuchten Wiesen geeignet ist. 

Der NABU bietet allen interessierten Gruppen das Erlebnis "Haus Wildenrath" und "Natur entdecken" an. Da die Veranstaltungen heute nicht mehr von Stadt und Kreis getragen werden, erheben wir einen geringen Teilnahmebeitrag.
Das Seminargebäude mit Seminar- und Aufenthaltsraum sowie Küche kann auch für eigene Veranstaltungen mit max. etwa 30 Personen angemietet werden.

Für den Auf- und Umbau von Haus Wildenrath suchen wir noch Hilfe in Form von

- Sponsoren
- Sachspenden
- ehrenamtlichen Mitarbeitern

Wenn Sie sich vorstellen können, an unserem Projekt Haus Wildenrath mit zu arbeiten, wenden Sie sich bitte an

info@nabu-wildenrath.de

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